Handlungsbedarf in China: Smog wird immer stärker

‚Smog‘ ist ein Wort, das sich viele Deutsche gar nicht recht vorstellen können, denn auch wenn die Energiewende bis 2020 fragwürdig erscheint, eines hat Deutschland weitestgehend noch: saubere Luft. In anderen Ländern der Welt, so z.B. in China, sieht das anders aus. Nach einer Auswertung der Feinstaubbelastung der Luft an mehr als 2000 Tagen konnten lediglich 25 Tage als „gut“ eingestuft werden. Sogar mehr als 300 Tage war die Luft „sehr ungesund“ und an knapp 100 Tagen konnte sogar von „gefährlichem Smog“ gesprochen werden, bei dem der Bevölkerung geraten wird, nicht das Haus zu verlassen.

Diese Entwicklung ist für die chinesische Regierung kaum mehr zu tolerieren, was dazu führt, dass das Interesse an deutschen Energielösungen so groß ist wie nie zuvor. Bereits am Dienstag wurde Sigmar Gabriel (Bundeswirtschaftsminister) von Chinas Premierminister Li Keqiang empfangen, um über eine künftige Zusammenarbeit zu sprechen. Gabriel betonte dabei jedoch, Grund für die Handlungsbereitschaft sei nicht ein spontanes Energiebewusstsein der Nation, sondern eher die „Überlebensfrage“. Die deutsche Technik soll deshalb die Energieeffizienz Chinas erhöhen und auch zur Reinhaltung der Luft beitragen. Gabriel steht dieser Verbindung zuversichtlich gegenüber, denn eine Kooperation könnte es nicht nur in Energiefragen, sondern auch beim Städtebau und in der Industrie geben. Gleichzeitig wäre die Zusammenarbeit auch als gutes Beispiel zu sehen, dem andere Länder folgen könnten.

 

Bild:  pixabay.com

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