Günstige Strompreise für energiefressende Industrie

Eine häufig verbreitete These besagt, Strompreise für die deutsche Industrie seien im weltweiten Vergleich sehr hoch.

Eine im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) durch das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) durchgeführte Studie ergab, dass diese These eine wissenschaftlich nicht haltbare ist.
Der Studie zu urteilen, klaffen die Industriestrompreise für verschiedene Branchen weit auseinander. Einige Bereiche der deutschen Industrie genießen das Privileg sehr niedriger Stromkosten.

Im internationalen Vergleich stellt das deutsche Stromnetz außerdem ein extrem stabiles dar. Ausfallzeiten betragen hier gerade einmal ein Sechstel bis ein Achtel im Vergleich zum amerikanischen Stromnetz – auch dies ist ein wichtiger Kostenfaktor.

Fehlerhafte Statistiken des europäischen Statistikamtes
Laut der FÖS-Wissenschaftler weist das europäische Statistikamt Eurostat die Industriestrompreise Deutschlands in seinen Statistiken deutlich höher aus, als der tatsächliche Wert besagt.

Durchschnittsstrompreis für Großverbraucher

Tatsächlicher Preis <-> nach Eurostat :
4,8ct/Kilowattstunde   <-> 10,6 ct/Kilowattstunde

Es wurde also mehr als das doppelte des tatsächlichen Preises angesetzt.
Die EEG-Umlage betrug 4 ct/Kilowatt. Ein viel zu hoher Ansatz für den tatsächlichen Strompreis.
Während des laufenden Jahres 2014 ist es sogar wahrscheinlich, dass der Preis von 4,8 ct aufgrund niedriger Börsenstrompreise auf 4,1 ct/Kilowattstunde sinkt.

 

Bild: pixabay.com

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