Echt Alternativ: Energie aus Kuhmist

Bei alternativen Energiequellen denken die meisten vor allem an Solaranlagen, Windparks oder Wasserkraft. Doch es gibt auch solche, auf die wohl keiner so leicht kommen würde und dennoch ist ihre Bedeutung im kleinen Stil nicht zu verachten.

So ist es zum Beispiel Kuhmist, aus dem nach Berechnungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums jährlich bis zu 1000 Kilowattstunden Strom gewonnen werden könnten. Mit dieser Menge an Energie könnten beispielsweise 1000 Wäschen gewaschen, 1000 Stunden staubgesaut oder 70 000 Tassen Kaffee gekocht werden. Das Ganze lässt sich auch hochrechnen: würde man die Abfälle einer Herde von beispielsweise 25 Tieren energetisch nutzen, könnten damit sieben Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden. Das Ministerium betont dabei außerdem, dass Strom aus Biomasse nicht nur nachhaltig, sondern auch sehr klimaschonend ist, denn 1000 kwh Strom aus Rindergülle könnten mehr als 600 kg an Treibhausgasen einsparen.

Neben Kuhmist können auch andere Reststoffe ihren Beitrag zur Energieversorgung beitragen, so z.B. auch der Inhalt einer Biotonne. Nachteile dabei sehen vor allem Umweltschützer, da in vielen Biogasanlagen hochgezüchteter Mais verbrannt wird, welcher stark gedüngt werden muss und so das Grundwasser mit Nitrat belastet wird. Auch der Aufwand, um diese natürlichen Energielieferanten an einem Ort bereitzustellen trägt dazu bei, dass Projekt zwar wünschenswert, aber eher unrealistisch erscheint.

 

Bild:  pixabay.com

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