Weg von Russland mit umweltfreundlichem Fracking

Durch die Ukraine-Krise in den vergangenen Monaten wurden so einige Bedenken ausgelöst: Was ist, wenn Russland den Europäern das Gas abklemmt, oder die Rebellen die Leitungen zerstören? Die Ukraine dient als eine Art „Schaltzentrale“ für Russlands Gasleitungen, würde da nichts mehr laufen, hätte Deutschland mal eben 40% Erdgas weniger. Ein riesiges Druckmittel, zusätzlich gefährdet durch die lokalen Konflikte. Aus diesem Grund gibt es bereits Pläne für eigene Fracking-Gasquellen in Europa, um unabhängig zu werden.

Mit Fracking zum Erfolg
Unter Polen, England, Spanien und Rumänien gibt es massive Schiefer- und Tongesteinslagerstätten, perfekt, um durch Fracking an unglaubliche Mengen Erdgas zu kommen. Für 30 Jahre pure Selbstversorgung der europäischen Länder würden die geschätzten 15 Billionen Kubikmeter reichen. Das einzige Problem ist, dass die moderne Förderungsmethode sehr gefährliche Folgen für die Umwelt haben kann, wie wir bereits in unserem Beitrag über Fracking erwähnten. Es waren schon um die 30 umweltfreundliche Chemikalien im Test, beispielsweise gibt es die Möglichkeit, die giftige Komponente durch Zusätze zu neutralisieren, oder wieder aus dem Gestein zu pumpen, theoretisch könnte man sie auch ersetzen. Einige der Stoffe haben sich durchaus bewährt, nur fallen durch die meisten von ihnen höhere Kosten an, ob direkt durch den Anschaffungspreis, oder indirekt durch höheren Wasserverbrauch.

Realisierbar oder nicht?
Leider würde das Erschließen der einzelnen Lagerstätten sehr lange brauchen, wie die Arbeiten nahe der polnischen Stadt Lewino zeigen. Seit 2009 wird hier geforscht, doch erst im Sommer vergangenen Jahres konnten die Bohrungen beginnen. Das liegt daran, dass nicht jede Stätte der anderen gleicht, es gibt Unterschiede beim Abstand der Gasreserven, bei der Gesteinsdichte und seinem Zustand. So mussten die Chemiker 3 verschiedene Mischungen erproben, um in Polen zum Erfolg zu gelangen. Eine Absicherung vor Ablauf der Ukraine-Krise ist also eher unwahrscheinlich, zumal der Aufwand einigen Ölkonzernen noch zu hoch ist, beispielsweise zog sich Exxon aus Polen zurück.

Bild: pixabay.com

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