„Star-Wars-Laser“ in der Realität

Wer kennt sie nicht, die Laserschwerter aus den Star-Wars Filmen? Wissenschaftler der Universität Warschau ist es jetzt gelungen immerhin einen Schuss aus einer Laserkanone abzufeuern und dabei den Flug des Lasers zu filmen. Allerdings sind deutliche Unterschiede zum richtigen Laserschwert aus den Science-Fiction-Filmen zu erkennen.

Über zehn Terawatt Energie
Die neue Lasermaschine schafft es einen ultrakurzen Laserimpuls zu erzeugen, der eine Energie von über zehn Terawatt besitzt. Ein Terawatt entspricht einer Billion Watt. Das ist eine enorme Energiemenge und lässt diesen Impuls beinahe sofort mit den ihn umgebenden Atomen in der Luft ionisieren. Dadurch entsteht das sogenannte Plasma Filament.

Aufnahmen liefern den Beweis
Schaut man sich Bilder (oranges Licht = Plasma Filament) oder Videos dazu an, sieht man eben dieses Plasma Filament. Die Lasergeschosse sind jedoch für das menschliche Auge nicht sichtbar. Bei den Filmaufnahmen selbst wurde auch in die Trickkiste gegriffen. Man hat die Abschussrate der Laserkanone mit der Kamera synchronisiert und so wurde es möglich für jeden Frame faktisch einen neuen Impuls aufzunehmen und somit das Bild eines wandernden Laserimpulses zu veranschaulichen.

Ist das was Neues?
Was an dieser Entwicklung neu ist, ist dass der Laserimpuls durch eine längere „Lebensdauer“ nicht verschwindet. Wäre der Laserimpuls nicht so energiereich, so würde er sich nach kurzer Zeit schon auflösen. Durch das Plasma Filament konnten die Forscher eine Art Selbstfokussierung des Laserlichts erzeugen, wodurch der Laser seine ursprünglichen Eigenschaften behält und auch längere Strecken überwinden kann. Der Nachbau einer Art „Star-Wars-Kanone“ stand eher im Hintergrund.

Was ist mit der Farbe?
Loyalen Star-Wars-Fans fällt sicherlich auf, dass die Lasergeschosse weiß und nicht rötlich sind. Das liegt daran, dass der ursprüngliche Impuls im Infrarotbereich liegt aber die Interaktion zwischen Impuls und Plasma zur Entstehung von Licht mit verschiedenen Wellenlängen führt. Dadurch kommt es zur weißen Farbe. Wie das erste echte Laserschwert mal aussehen wird, bleibt also noch abzuwarten.

 

Bild: pixabay.com

„Star-Wars-Laser“ in der Realität
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