Pflanzen liefern grüne Energie: „Plant Power“

Aufladen von E-Autos und mobilen Geräten alleine durch Pflanzen? Genau das ist das Ergebnis eines Projekts, welches vom niederländischen Unternehmen „Plant-E“ des Instituts of Environmental Technology der Wageningen University gestartet wurde.

Elektrizität aus Pflanzenkraft
Ziel des Projekts war es, nachhaltige Energie mit Hilfe von Pflanzen zu erzeugen ohne die Umwelt und Natur zu beschädigen. Zur Umsetzung nutzten die Wissenschaftler das einfache Prinzip der Fotosynthese. Natürlich haben sie diesen natürlichen Prozess hinsichtlich der Energiegewinnung optimiert, sodass als Nebenprodukt der Fotosynthese elektrischer Strom entsteht. Das ganze wird „Plant Power“ genannt.

Wie funktioniert Plant Power?
Über den natürlichen Prozess der Fotosynthese, wobei Pflanzen organische Substanzen produzieren, wird ein kleiner Teil der organischen Materialien für das Wachstum der Pflanzen verwendet. Eine beachtliche Menge des anderen Teils wird aber eben nicht genutzt und kehren über die Wurzeln wieder in Boden. Um den Wurzelbereich sammeln sich diese organischen Materialien als natürlich vorkommende Mikroorganismen. Diese sind für den Abbau der organischen Verbindungen verantwortlich, um Energie daraus zu gewinnen. Dabei werden Elektronen als eine Art Abfallprodukt freigesetzt. Und hier greift das Plant Power Verfahren ein: Fügt man Elektroden in den Boden ein, können die Elektronen, welche eigentlich das Abfallprodukt sind, Strom geerntet werden. Die Forschungen zeigen, dass durch die Stromeinspeisung über die Elektronen das Pflanzenwachstum nicht gefährdet ist. Die Vorstellung solche Anlagen in großen Dimensionen zu bauen, könnte recht große Mengen an Strom aus einer alternativen Energiequelle erzeugen.

Produkte von Plant-E bereits auf dem Markt
Auf der Website des Unternehmens findet man schon einige grüne Produkte. Dort gibt es zum Beispiel eine „grüne“ Ladestation fürs Smartphone, genannt „Plant-e Mobile“, die man in einem Park auf einer Fläche von 100 Quadratmetern benutzen könnte. Die Energie wird dann direkt über die Pflanzen in Parks oder im eigenen Garten erzeugt. Auch für umweltbewusste Unternehmen wäre dies eine besondere Möglichkeit seinen Kunden eine öffentliche Ladestation anzubieten zum Beispiel an Gebäudeeingängen, in Aufenthaltsräumen oder Wartezimmern. Auf Wunsch werden auch LED-Leuchten angeboten, was diverse optische Optionen ermöglicht. Unter den Produkten befindet sich zudem auch grüne Hotspots zum Surfen für unterwegs oder eine „Do It Yourself Box“, mit der man diese vielversprechende Technologie nachbauen kann.

 

Bild: pixabay.com

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