NRW-Schnellzug von Siemens geplant

Das Siemenswerk in Uerdingen erhofft sich aktuell den nächsten Großauftrag. Am Siemens-Standort Krefeld trafen sich Ulrich Semsek und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, um zu sehen wie die Hochgeschwindigkeitszüge entstehen und was für ein Aufwand dahinter steckt. Der Minister glaubt an den Standort und will diesen mit Ausschreibungen qualitativ unterstützem.

Wer wird Hersteller der Züge?
Am 27. Januar 2015 geben die Verantwortlichen in Krefeld ihr Angebot dafür ab. Dann wird bereits 10. Februar der Hersteller bekanntgegeben, welcher Ausschreibungen des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) gewonnen hat. Laut dem VRR sieht die bereits seit 2013 laufende Fahrzeug-Ausschreibung vor, dass der gewählte Hersteller eine dauerhafte Bereitstellung der Fahrzeuge zusichert in einer vorgegeben Anzahl und mit besonderen Qualitätsanspruch. Versprochen wird eine 30-jährige Garantie. Siemens sei dafür bestimmt ein guter Kandidat, der diese Bedingungen erfüllt. Die Fahrzeuge müssen so gebaut werden, dass sie wirtschaftlich sind und wenig Energie verbrauchen. Das spart Steuern und schont die Umwelt“, so der VRR.

Warum Siemens?
Standortchef Ulrich Semsek behauptet, dass Siemens das einzige Unternehmen sei, das Hochgeschwindigkeitszüge in einer Taktung fertigte, die hocheffizient ist. Die Produkte vom Siemens Standort Krefeld sind sowohl national als auch international gefragt. Zum Beispiel setzte Siemens Krefeld bereits Projekte von der Deutschen Bahn um. Dabei handelte es sich um den Nachfolger des ICE mit Namen ICx. Dieser Auftrag umfasste bis ins Jahr 2030 ein Auftragsvolumen von sieben Milliarden Euro. Weltweit konnte der Standort schon Aufträge aus Großbritannien Belgien, der Türkei und Österreich umsetzen. Trotz großer Konkurrenz am Weltmarkt, vertrauen die Unternehmensleitung und der Betriebsrat auf ihre Fähigkeiten. Seit dem Zusammenschluss der beiden größten Zughersteller Chinas, CNR und CSR, im Dezember 2014 zu einem riesigen Konzern, stieg jedoch der Konkurrenzdruck enorm. Es folgte die Option, ob man sich mit dem französischen Zughersteller Alstom zusammenschließen solle, was der Siemens Betriebsrat jedoch ohne jeglichen Kommentar offen ließ.

 

Bild: pixabay.com

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