Discounter beteiligen sich an Energiewende

Aldi ist im Bereich der erneuerbaren Energien kein Neuling und setzt schon seit längerem Solardächer ein. Nach eigenen Angaben des Discounters waren Ende des Jahres 2013 insgesamt mehr als 480 Photovoltaikanlagen auf den Filialdächern von Aldi-Süd und zusätzliche 45 auf Logistikzentren in Mittel- und Süddeutschland angebracht. Für dieses Jahr sind außerdem noch 278 Anlagen in Planung und Umsetzung. Sind auch diese Anlagen fertiggestellt, so kommen die Solaranlagen auf eine Gesamtfläche von 1,91 Millionen Quadratmetern. Auf dieser Fläche kann eine Leistung von insgesamt etwa 110 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugt werden. Mit dieser Menge an Energie besteht die Möglichkeit knapp 37.000 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen.

Image aufpolieren erlaubt
Blogger Antonius Quodt geht davon aus, dass Unternehmen, wie Aldi-Süd und Ikea, die nun auch (wie sein eigenes Unternehmen) vermehrt Solaranlagen installieren, dies nicht tun, weil sie ihr Gewissen für die Umwelt entdeckt haben, sondern um das eigene Image aufzupolieren. Doch das sei nicht zwingend als negativ anzusehen. Schließlich ist jede einzelne Solaranlage ein Schritt in eine kohlefreiere Zukunft, egal unter welcher Intension. Somit sei den Unternehmen dieser Image-Gewinn gegönnt. Trotzdem solle man nicht über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter oder die Zulieferersituation hinwegsehen, die bei Aldi nicht in Ordnung seien.

„Kinderenergiewende“
Werbeblättchen mit dieser Aufschrift verteilt Tchibo aktuell. Hintergrund ist es dazu zu animieren zu Tchibo als Ökostromanbieter zu wechseln. Denn seit 2010 bietet das Unternehmen 100 Prozent Strom aus Wasserkraft an. Hierbei handelt es sich um Strom aus alten, abgeschriebenen Kraftwerken aus Norwegen. Somit wird nicht in den Bau neuer regenerativer Anlagen investiert. Passend wird der Slogan „Kindenergiewende“, da jeder, der zu Tchibo wechselt, Umweltbildungsprojekte für Kinder fördert.

 

Bild: pixabay.com

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