Fracking Teil 2/3: Risiken und Chancen

Fracking ist weltweit keine Neuheit mehr: Bereits 1947 wurde die erste Fracking-Maßnahme in amerikanischen Bundesstaat Kansas vorgenommen. Anfang der 50 er Jahre stieg auch die Sowjetunion auf den Fracking-Zug mit auf. Nur wenig später folgte auch Mitteleuropa, darunter auch Deutschland im Jahr 1961. Warum also der Ganze Trubel ums Fracking?

Fracking als Chance zur Unabhängigkeit

Wie bereits in Teil 1 unserer Serie „Reden Sie mit!- Fracking“ beschrieben, arbeitet das herkömmliche Fracking mit Wasser und Sand, ohne jedoch Chemikalien einzusetzen. Doch durch den steigenden Energiebedarf und der Verknappung an Ressourcen steigt auch der Gaspreis und die Abhängigkeit von Gaslieferanten aus dem Ausland. Deshalb geraten jetzt auch „unkonventionelle“ Gasvorkommen in den Fokus der Energieunternehmen wie das sogenannte Schiefergas, was meist in Tiefen bis 2000 Meter verkommt oder das Felsgesteins-Gas, das sind sogar bis zu 5000 Meter tief unter der Erde befindet. Beide Formen sind Gase, die aufgrund der Undurchlässigkeit des Gesteins, was sich über ihnen befindet, niemals eigenständig an die Oberfläche gelangen würden. In Deutschland sollen zwischen 0,7 und 2,3 Billionen Kubikmeter verborgen liegen – eine Menge, die Deutschland wesentlich unabhängiger von externen Gaslieferanten machen könnte. Die größten Gasvorkommen gibt es Deutschland in Niedersachsen.

Angst um unabsehbare Folgen

Doch um diese Gase auszusetzen werden weitere, chemische, teilweise hochgifte Zusätze benötigt, wie bereits in Teil 1 beschrieben. Und hier liegt auch die Schwierigkeit der umstrittenen Methode, denn viele Menschen fürchten sich vor den teils unbekannten Chemikalien. Forscher haben in einem Gutachten für das Umweltbundesamt eine gewisse Auswahl an Fracking-Fluiden untersucht und bewertet und kamen zu dem Ergebnis: „dass diese Fluide ein hohes, beziehungsweise ein mittleres bis hohes Gefährdungspotenzial aufweisen“. Ein zweites Problem ist unkontrollierte Ausgasung, also Gas, das abseits von der Förderanlagen entweicht. Methan beispielsweise ist hochgradig klimaschädigend. Auch für das Grundwasser sind die Gefahren kaum abzusehen.

Ein Risiko was 2011 von der Förderindustrie als zu hoch eingeschätzt wurde und dazu führte, dass sämtliche Vorhaben in Deutschland abgebrochen wurden. Doch nun keimt das Thema erneut auf. Warum? Das erfahren Sie in Teil 3 unserer Seite „Reden Sie mit! – Fracking.“

 

Bild:  pixabay.com

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