Klimagipfel in Lima: Strenge Klima-Kontrolle von Berlin gefordert

Die diesjährige Weltklimakonferenz in der peruanischen Hauptstadt Lima, bei der sich alle Industrieländer zur Reduktion der eigenen Co2-Emissionen verpflichtet haben, schafft hohe Erwartungen an die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Bei der zwölftägigen Konferenz sind aus Deutschland außerdem noch Staatssekretär Jochen Flasbarth und die parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vertreten.

Hendricks steht vor großen Aufgaben
Im Finale des Klimagipfels in Lima werden noch harte Verhandlungen auf Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zukommen. Vor ihrer Reise nach Lima machte sie in der Deutschen Presse-Agentur deutlich, dass unbedingt Klarheit darüber herrschen müsse, „wie wir das messen und auch kontrollieren können.“ Bis zur nächsten Konferenz in Paris soll das „Paris-Protokoll“ feststehen, in der sich die EU dazu verpflichtet hat, bis 2020 seine CO2-Emissionen um mindestens 40 Prozent zu reduzieren. Seien die Maßnahmen zur Zielerreichung nicht ausreichend, so wird versucht, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, ergänzt Hendricks. Das Kyoto-Protokoll ist ebenfalls Bestandteil der Klimakonferenz.

Länder machen was sie wollen
Kritisiert wird zudem, dass die Länder ihre Minderungsziele so festlegen, wie es ihnen selbst gerade passt. Zum Beispiel verringert der Klimasünder China erst ab 2030 seine CO2-Emissionen. Am Kyoto-Protokoll halte sich auch nicht jedes Land. Unklarheit herrscht auch bei den Vergleichsjahren. In der EU hat man 1990 gewählt, die USA das Jahr 2005. Die Verringerung der Treibhausgase in den USA soll bis 2025 um 26 bis 28 Prozent verringert werden.

Deutschland ist strenger
Die deutsche Regierung fordert Kontrollregeln für die CO2-Minderungsverpflichtungen. Immerhin sind 195 Staaten im Weltklimavertrag mit inbegriffen. Durch die öffentliche Überprüfbarkeit hinsichtlich der eingehenden Verpflichtungen der Länder entstehe auch ein gewisser Druck, so die SPD-Politikerin. Insgesamt 20 Ländern greift Deutschland unter die Arme. Allein die Ausarbeitung dafür sei ein erheblicher Aufwand, „weil man natürlich eine entsprechende Verwaltungs- und Wissenschaftskompetenz dafür braucht“, führt Hendricks weiter aus. Ab Dienstag, dem 9. Dezember wird die Bundesumweltministerin in Lima stellvertretend für Deutschland verhandeln.

 

Bild: pixabay.com

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