Photovoltaik lohnt sich trotz sinkender Einspeisevergütung

Nicht nur der Umwelt möchten Bauherren oder Hausbesitzer etwas Gutes tun, auch ihre Geldbörse profitiert von der Installation einer Photovoltaik-Anlage. Denn nach wie vor kann sich die finanzielle Investition in die saubere Sonnenenergie lohnen. Ein garantierter Abnahmepreis für den ins Netz eingespeisten Strom gibt Planungssicherheit und kalkulierbare Erträge.

Rentable Photovoltaik-Anlagen setzen bestimmte Bedingungen voraus

Die Solarenergie als erneuerbare Energiequelle lässt sich vielseitig nutzen. Eine Möglichkeit stellt die Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage dar. Die Sonnenenergie wird dabei für die Erzeugung von Strom genutzt. Wie ertragreich eine solche Anlage letztendlich arbeitet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt die Lage des Objektes eines entscheidende Rolle. Eine Solaranlage in Luzern erwirtschaftet beispielsweise andere Beträge, als eine in Berlin. Neben der lokalen Globalstrahlung, nimmt die Neigung des Daches Einfluss auf die Stromgewinnung. Als ideal erweisen sich Dächer mit einer Neigung zwischen 30° und 50°. Die bestmögliche Ausrichtung ist Süden, doch auch Ost- oder Westlagen arbeiten unter den richtigen Voraussetzungen rentabel. Unabhängige Energieberater und Verbraucherzentralen beraten zur Wirtschaftlichkeit jeder einzelnen Anlage und Stellen Ausgaben und Einnahmen im Zusammenspiel mit den individuellen Voraussetzungen gegenüber.

Staatliche Hilfen nutzen

Für gute Planungssicherheit sorgen die garantierten Einspeisevergütungen ins öffentliche Stromnetz. Für Kleinanlagen bis 10 kWp erhalten die Betreiber einer Solaranlage derzeit 12,3 Cent je eingespeister Kilowatt-Stunde. Genaue aktuelle Infos hierzu gibt die Bundesnetzagentur auf ihrer Internetseite. Unabhängig von der Einspeisevergütung stehen den Besitzern einer Photovoltakik-Anlage die zinsgünstigen Kredite der staatlichen KfW-Bank zur Verfügung. Sie können sowohl für die Module als auch für die Installationskosten der Solaranlage genutzt werden. Nicht zuletzt muss der umweltfreundliche Solarstrom nicht ins öffentliche Netzt eingespeist werden. Denn die Kosten für eine gekaufte Kilowattstunde übersteigen die Einspeisevergütung. Daher lohnt es sich, den Strom im eigenen Haus zu verbrauchen. Batteriespeicher ermöglichen es, den Strom zu speichern und bedarfsabhängig zu nutzen. Bei der Planung einer Anlage muss dies jedoch bereits einkalkuliert werden, denn der Batteriespeicher kostet durchaus 7000 € bis 8000 €. Je nach späterer Nutzung wird dann der Solarstrom in einer sogenannten Inselanlage für die reine Selbstnutzung erzeugt, zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz produziert oder gar für beides. Darüber hinaus bieten sowohl einige Kommunen, Bundesländer bzw. Städte Gelder aus eigenen Fördertöpfen.

Einnahmen bleiben steuerpflichtig

Vielfach unbeachtet bleiben die steuerlichen Verpflichtungen der Betreiber. Zwar benötigen diese für den Bau von Kleinanlagen in aller Regel keine Baugenehmigung oder einen Gewerbeschein, dennoch obliegt es ihnen nach Abzug aller Ausgaben den Einnahmenüberschuss im Rahmen der Einkommenssteuer zu versteuern.

Fazit: Unter den richtigen Voraussetzungen stellen Photovoltaik-Anlagen eine lohnenswerte Investition dar. Um die individuellen Standortbedingungen sowie die Möglichkeit eines Fördermittelbezuges zu prüfen, helfen Energieberater oder die Verbraucherzentralen. Unabhängig vom finanziellen Aspekt leisten Photovoltaik-Anlagen aus dem Blickwinkel des Umweltschutzes einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Photovoltaik lohnt sich trotz sinkender Einspeisevergütung
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