Australien: Energiewende? Nein danke!

Australien steht auf Platz 14 in der CO²-Emissionen pro Kopf Länderliste, die 210 Länder beinhaltet, gehört also damit zu den Ländern die am meisten Tonnen CO² pro Einwohner ausstößt. Dies wollen sie neuerdings auch nicht mehr ändern, vergangen September verlor Rudd die Wahlen und musste das Amt an Abbott abgeben, dieser hält die Klimapolitik seines Vorgängers für „absoluten Mist“ wie er es ja auch schon über Klimawandel Studien sagte. Statt grüner Energie möchte dieser lieber Kamele systematisch abschießen lassen, da diese ja umweltschädliches Methan ausstoßen.

Stopp der Energiewende in Australien

Australien setzt trotz bester Vorrausetzungen für grüne Energie auf Kohle. Der Australische Premierminister Tony Abbott hat nur wenige Monate nach seinem Wahlsieg, fast alles was mit Klimaschutz zu tun hat, angefochten bzw. abgeschafft. Eine Klimakommission hat Australien nun nicht mehr, die Steuer auf Co²- Emissionen soll bzw. wird abgeschafft und zu dem Gipfeltreffen (Klimagipfel) im November schickte er ebenso niemanden. Der ehemalige Vorreiter in der Klimapolitik und Energiewende Australien hat somit eine 180 Grad Wende vollzogen, die es so noch nicht gab. Und das alles trotz perfekten Vorrausetzungen die dem Inselkontinent geboten werden. Die australische Küste ist 36.735 km lang was mehr als genügend Platz für Offshore Windräder bietet, die Sonne scheint in Australien fast doppelt so lange wie in Deutschland ( Sonnenstunden Deutschland stand 2013: 1480 ), somit bieten sich auch hier optimale Vorrausetzungen für die grüne Energie in Form von Solaranlagen. Als Grund für diese extreme Kehrtwende werden die hohen Kosten der in Deutschland durchgeführten Energiewende, sowie die hohen Energiepreise Deutschlands genannt. Dies könne man sich absolut nicht leisten und Deutschland ist somit laut Abbott ein abschreckendes Beispiel. Stattdessen streben die Australier das Modell Amerikas an, genauer gesagt, das der USA (Vereinigte Staaten Amerikas) dessen Energie sei wesentlich billiger als die Australische.

Premier Abott sagt: „Energiewende ist zu Teuer“

Wie schon erwähnt schrecken die explodierenden Kosten Deutschlands Energiewende-Plänen Abbott ab, was ihm ziemlich gut in seiner Erklärung zum Politikwechsel zuspielt. In dieser sagt er, dass die zu tragenden Kosten zu hoch für Unternehmen und Bürger sei, da sich die Gesellschaft so schon auf magere Zeiten einstellen müsse, könne er sie nicht noch mehr belasten. GM-Tochter Unternehmen Ford kündigte Werksschließung an, Bergwerke bzw. Bergbauunternehmen überdenken Expansionspläne und bröckelnde Rohstoffpreise lassen den Premier wenig auf bessere Zeiten hoffen. Dies alles übt Druck auf Abbott aus und somit genehmigte die Regierung im Dezember einen riesigen Kohlehafen den Ausbau, der in der Nähe des Great Barrier Reefs liegt. Eine Schande wenn diese einzigartige Umgebung zerstört würde. Die Rohstoffbranche hat einen hohen Einfluss in Australien. Dies führt höchstwahrscheinlich dazu, dass Australiens Regierung wieder fossile Brennstoffe einsetzt. Kohle ist extrem klimaschädlich!

 

Bild: Pixabay.com

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