Plasmaschneiden – das sind die Vor- und Nachteile

Bevor es um die Vor- und Nachteile vom Plasmaschneiden geht, ist erst einmal eine kurze Erklärung dran. Das beginnt damit, dass für diese Aufgabe zunächst eine Plasmaanlage notwendig ist. Diese stellt man sich freilich nicht ins Haus, sondern solche Geräte sind für die Industrie gemacht. Dabei steht die Durchtrennung von elektrisch leitfähigen Materialien im Vordergrund, die mithilfe eines extrem heißen Plasmastrahls realisiert wird. Gemeint sind damit unter anderem Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Stahl. Die Möglichkeiten weisen nahezu keine Grenzen auf, man kann mit dem Verfahren sowohl Fertigteile herstellen als auch Kunstwerke erschaffen.

Das Plasmaschneiden findet in verschiedenen Branchen seinen Einsatz, angefangen bei der Kfz-Reparatur bis hin zu Verschrottungsarbeiten. Eine interessante Tatsache ist auch, dass es sich bei Plasma um elektrisch ionisiertes Gas handelt, welches überhitzt ist und bis zu 30.000 Grad Celsius erreicht. Das ist auch eine Besonderheit, die das Plasmaschneiden ausmacht.

Und nun sind die Stärken und Schwächen dran

Die Vorteile beginnen damit, dass bei Bedarf mehrere Brenner eingesetzt werden können. Das hängt zwar von der Baureihe ab, die Möglichkeit besteht allerdings. Des Weiteren kann eine Plasmaanlage alle Materialien schneiden, die elektrisch leitfähig sind. Dazu gehören auch hochlegierte Aluminium- und Stahlwerkstoffe, computergesteuerte Modelle haben mit einem Stahlblech von bis zu 150 mm kein Problem. Eine Stärke ist auch die Schnittgeschwindigkeit, die selbst Autogen deutlich überlegen ist. Genauer gesagt ist sie bis zu 10-mal schneller. Zu guter Letzt sind die Zuschnitte hochwertig, die Wärmeentwicklung ist geringer und das Plasmaschneiden kann auch unter Wasser durchgeführt werden. Dann fällt auch die Wärmeeinwirkung auf ein Minimum ab und auf den Geräuschpegel hat es ebenfalls einen positiven Einfluss.

Perfekt ist aber auch das Plasmaschneiden nicht, zum Beispiel ist die Schnittfuge vergleichsweise breit, die Schnittqualität von Laser ist höher, die Kosten übersteigen die einer Autogenschneideanlage, der Stromverbrauch ist recht hoch und bei Trockenschnitten ist eine Lärmentwicklung nicht ausgeschlossen.

Es gibt manuelle und mechanische Plasmaschneider

Ein manueller Plasmaschneider ist auf dünnere Metalle ausgelegt und man findet solche Modelle unter anderem im Zuge von Autoreparaturarbeiten, bei Bauarbeiten (wenn zum Beispiel eine Brücke oder ein Gebäude entsteht) und bei landwirtschaftlichen Betrieben für die Instandhaltung.

Die mechanischen Plasmaschneider sind hingegen „die großen Brüder“ und deshalb auch um einiges größer. Außerdem werden sie in der Regel mit Schneidetischen betrieben.

Diese Fehler sollten beim Plasmaschneiden vermieden werden

Ein sehr häufiger Fehler ist, dass Verschleißteile zu spät (also bis zu ihrem Ausfall) oder zu früh getauscht werden. Beides kostet Zeit und Geld. Außerdem müssen die Teile und Parameter auf den durchzuführenden Auftrag abgestimmt sein, denn wenn es nicht der Fall ist, dann führt es unter anderem zu einer schlechteren Schnittqualität. Ein entscheidender Faktor ist die Stromstärke, die nicht zu hoch und nicht zu niedrig sein darf. Im ersten Fall ist ein unsauberer Schnitt die Folge, im zweiten Fall verringert sich die Lebensdauer der Düsen. Sehr oft wird auch der Brenner falsch oder in einer nicht sauberen Umgebung zusammengebaut. Den Abschluss bildet die routinemäßige Wartung, die nur selten zur vollen Zufriedenheit oder überhaupt nicht durchgeführt wird. Dabei kann die richtige Pflege einen Brenner für Monate oder sogar Jahre am Leben erhalten.

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