Neutrinovoltaik – wenn die Solarzelle ohne Licht funktioniert

Seit dem Ende der 1990er Jahre erleben alternative Energien und insbesondere die Sonnenenergie einen wahren Boom. Der Grund dafür ist einfach zu erklären: Die Vorräte an fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle neigt sich dem Ende zu. Jedoch hat die Sonnenenergie trotz aller Vorteile auch einen gravierenden Nachteil: Bei Dunkelheit oder in der kalten Jahreszeit lässt sich keine oder nur wenig Energie aus der Sonne gewinnen. Als Alternative bieten sich Neutrinos als Energiequelle an.

Welches Verfahren steckt hinter der Energiegewinnung aus Neutrinos?

Die Technologie, die hinter der Energiegewinnung aus Neutrinos steckt, nennt sich Neutrinovoltaic. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern Neutrino und Fotovoltaik zusammen. Und das aus gutem Grund. Denn schon in den 1970er Jahren wurde daran geforscht, Fotovoltaik zur Energiegewinnung für die Raumfahrt zu nutzen. Im Alltag wurde sie anfangs nur bei Geräten genutzt, die wenig Strom verbrauchen. Doch seit den 1990er Jahren ist die Technologie so weit fortgeschritten, dass auch Haushalte mit Energie versorgt werden können – mithilfe der Neutrinovoltaik.

Hier werden Neutrinos, also Elementarteilchen, die nur eine sehr geringe Masse besitzen, zur Energiegewinnung genutzt. Wenn diese Teilchen, die natürliche Materialien spurlos durchdringen, auf ein künstlich hergestelltes Material von großer Dichte treffen, verlieren sie einen Teil der Energie, die der Mensch für sich nutzen kann.

Hierbei handelt es sich um ein Material, welches aus Silizium und Kohlenstoff besteht. Sobald die unsichtbare Strahlung der Neutrinos auf diese Schicht trifft, werden die Atome in Vibrationen versetzt, welche durch die Anordnung des Materials noch verstärkt werden. Schließlich werden sie von der Oberfläche in Form von Gleichstrom abgenommen. Und das mit höchster Effizienz. So lassen sich aus einer Hochleistungsfolie mit einer entsprechenden Beschichtung in der Größe eines DIN-A4-Blattes mehr als 2,7 Watt an Energie gewinnen. Wie viel Energie letztlich gewonnen werden kann, hängt dabei lediglich davon ab, wie groß die beschichtete Fläche ist.

Wie Versuche gezeigt haben, funktioniert diese Technologie übrigens auch unterirdisch, also wenn sämtliche sonstigen künstlichen Strahlungsquellen eliminiert sind. Entsprechende Versuche wurden beispielsweise im Gotthardmassiv in der Schweiz in einer Tiefe von 40 Metern durchgeführt..

Die Köpfe hinter der Zukunftstechnologie

Entwickelt wurde das entsprechende Material, mit dem sich die Energie der Neutrinos nutzen lässt, von der Neutrino Energy Group. Hierbei handelt es sich um eine deutsch-amerikanische Forschergruppe unter der Federführung von Holger Thorsten Schubert, einem massiven Kritiker der Energiepolitik in der westlichen Welt. Wann die effiziente Technologie in Deutschland wirklich Einzug hält, steht noch in den Sternen. So geht Schubart davon aus, dass die Neutrino-Technologie wohl zuerst in China auf den Markt gehen wird.

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