Energieversorgung beim Campen: So geht’s

Wenn Sie mit dem Wohnmobil in den Urlaub fahren, sind Sie sehr flexibel. Eine Nacht verbringen Sie hier, eine andere dort. Ein kurzer spontaner Abstecher? Auch kein Problem. Eine Frage, die sich vor allem Camping-Neulinge immer wieder stellen, betrifft allerdings die Energieversorgung während des Trips: Wie können Sie praktisch und zuverlässig Strom gewinnen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten.

Ohne Strom wird’s schwierig

Selbst wenn Sie Urlaub an einem abgelegenen Ort machen, ist Strom mittlerweile eigentlich unabdingbar. Das gilt besonders dann, wenn Sie auf Ihrem Trip nicht auf frische Lebensmittel aus dem Kühlschrank, warme Mahlzeiten vom Herd oder knusprige Frühstückstoasts verzichten möchten. Ein wenig Musik im Radio hören oder beeindruckende Fotos gleich im eigenen Blog posten? Das ist ohne Stromversorgung ebenfalls nur eine begrenzte Zeit möglich.

Welche Möglichkeiten der Energieversorgung gibt es?

Strom können Sie auf unterschiedliche Weisen beziehen, wenn Sie campen gehen.

Stromanschluss am Campingplatz

Schlagen Sie Ihr Lager auf einem Campingplatz auf, sind Sie gut versorgt. Denn in der Regel können Sie dort einen Stromanschluss buchen. Über Verteilersteckdosen erhalten Sie dann die nötige Energie für den Zeitraum, in dem Ihr Wohnmobil oder Ihr Wohnwagen auf dem Stellplatz bleiben. Sie benötigen dann einige Stromkabel für den Campingplatz, die dem internationalen Standard IEC 60309 entsprechen. Zur Grundausstattung gehört unter anderem ein blauer CEE-Stecker für den Stromkasten des Platzes.

Autark unterwegs

Wenn Sie Wert auf Flexibilität legen, sollten Sie über verschiedene Energiequellen nachdenken:

  1. Gas eignet sich besonders für größere Fahrzeuge. Denn damit können Sie Küchengeräte wie Kühlschrank und Wasserkocher problemlos mit Energie versorgen. Auch für Individualcamper ist das eine praktische Energiequelle. In einem handlichen Kocher mit Gaskartusche wärmen Sie Speisen schnell und unkompliziert auf. Tipp: Es gibt sogar Beleuchtung, die Sie mit Gas betreiben können.
  2. Wer Ressourcen schonen und die Sonne zur Energiegewinnung nutzen möchte, sollte sich Solaranlagen und das nötige Zubehör fürs Wohnmobil besorgen. Das ist besonders umweltschonend, worauf viele Camper großen Wert legen. Schließlich sind Sie während ihres Urlaubs sehr mit der Natur verbunden. Es gibt zum Beispiel Module, die Sie auf dem Dach des Wohnmobils oder eines Vans befestigen können. Alternativ legen Sie ein flexibles Element hinter die Windschutzscheibe oder an einen anderen Ort, an dem es der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Solche festverbauten oder flexiblen Module sind eine nachhaltige Investition, die sich besonders für regelmäßige Camper eignet. Natürlich sollten Sie beachten, dass Sie nicht jeden Tag und an jedem Ort gleich viel Sonnenenergie gewinnen können. Zusätzliche Energiesysteme sind beispielsweise hilfreich, wenn Sie einen Herbsturlaub in Skandinavien planen, wo es um diese Zeit recht düster sein kann.
  3. Ihre Autobatterie stellt eine relativ kostengünstige Energiequelle dar. Mithilfe eines Adapters für den Zigarettenanzünder können Sie Ihr Handy oder Navigationsgerät laden. In einem Wohnmobil gibt es ebenfalls eine entsprechende Vorrichtung. Allerdings benötigen Sie hier in der Regel einen 12V Normstecker, der etwas kleiner ist als die Stecker für den Zigarettenanzünder im PKW. Beachten Sie außerdem, dass die Energie in diesem Fall von der Autobatterie stammt und diese regelmäßig wieder aufgeladen werden muss.

Generell ist es empfehlenswert, mehrere Arten der Energieversorgung zu nutzen. So sind Sie vorbereitet, falls der Gaskocher streikt, die Sonne auf sich warten lässt oder die Batterie nicht mitmacht.

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