Terror-Aktivitäten an französischen Atomkraftwerken?

Wir hatten auf unserer Seite schon einmal über die mysteriösen Drohnen über Frankreichs Atomkraftwerke berichtet. Laut dem Handelsblatt wurde nun bekannt, dass weiterhin unaufhörliche Drohnen-Flüge dieser Art an Frankreichs Atomkraftwerken stattfinden. Nun fordern die Umweltschützer von Greenpeace eine Abschaltung der Reaktoren, weil die Anlagen gegen Übergriffe nicht gesichert seien.

Droht eine Terror-Gefahr?
Greenpeace befürchtet eine mögliche Terrorgefahr und hält es für sinnvoll, die betroffenen französischen AKWs vorübergehend abzuschalten. Es sind mittlerweile schon über 30 Drohnen verbotenerweise über die französischen AKWs geflogen, die auf 19 Standorte verteilt sind. Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital findet: „Die Anlagen sind absolut unzureichend gegen Angriffe gesichert.“ Laut einer aktuellen Studie ist die Sicherheit von Frankreich, Deutschland und noch weiteren europäischen Ländern gefährdet. „Es ist offensichtlich, dass die Sicherheitsbehörden diese Flüge weder aufklären noch verhindern können“, so Smital.

Greenpeace Studie zeigt: Zu viele Mängel an den AKWs
In der von Diplom-Physikerin Oda Becker durchgeführten Greenpeace-Studie wurden drei mögliche Angriffs-Szenarien gegen AKWs durchgespielt. Mögliche Situationen waren neben einem Angriff von Betriebsangehörigen und per Hubschrauber demnach ein solcher mit Drohnen. Untersucht wurden die Atomkraftwerke in Cattenom, Fessenheim und Gravelines. Im schlimmsten Fall würde es bei einem Reaktorangriff zu einem Kernschmelzunfall kommen und in der „gefährlichsten und folgenschwersten Variante“ ist die Schutzhülle nach einem Anschlag offen, wodurch radioaktives Material nicht nur in Frankreich, sondern über Deutschland, Belgien bis nach Schweden verteilt werden könnte.

 

Bild: pixabay.com

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