Sonnenfinsternis 2015: Wird die Energieversorgung gefährdet?

Am 20. März 2015 schiebt sich der Mond vor die Sonne. Beinahe drei Minuten lang können die Bewohner der Färöer-Inseln eine totale Sonnenfinsternis bestaunen. In Deutschland wird die Sonne zwar nur teilweise verdeckt aber zwischen Flensburg und München wird es für mehrere Stunden spürbar dunkler.

Eine Studie gibt Aufschluss
Ein Team des Solarexperten Volker Quaschning von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin fanden durch eine minutengenaue Simulation heraus, dass der Einfluss des Planetengefüges erheblich sein wird. Die bundesweite Solarstromleistung sinkt bei wolkenlosem Himmel binnen einer guten Stunde von 17,5 Gigawatt auf 6,2 Gigawatt ab. Dann steigt sie binnen 75 Minuten auf 24,6 Gigawatt an. Das ist vergleichsweise so, als würden plötzlich 18 Atomkraftwerke gemeinsam anlaufen.

Kein Grund zur Sorge
Einen Stromausfall müssen die Deutschen trotzdem nicht befürchten. Es sind ausreichend Gaskraftwerke vorhanden, die zum Ausgleich der schwankenden Solar-Stromversorgung ihre Leistung schnell genug hoch- und herunterfahren können. Wenn die Netzbetreiber gut planen, sollte es bei einer gesicherten Stromversorgung bleiben. Außerdem wird dieses Naturereignis für die Stromerzeugung überhaupt kein Thema sein, wenn der Himmel bewölkt ist.

 

Quelle: WiWo Green
Bild: pixabay.com

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