Solarstraßen – Teil 3: Zukunft und Realisierbarkeit

Während wir in Teil 1 und 2 den grundsätzlichen Gedanken und das Potential der neuen Solar Roads beleuchtet haben, soll in dieser Ausgabe näher auf die tatsächliche Umsetzbarkeit der Vision eingegangen werden.

Wie viel Potential steckt wirklich in Solar Roadways?

So positiv das Konzept auch klingt, so schwierig ist doch seine Realisierung. In erster Linie spricht der enorme finanzielle Aufwand gegen eine flächendeckende Umsetzung der Idee. Bisher ist noch nicht bekannt welcher Preis für einen Quadratmeter Solar Roadways anfallen soll. Auch die Pflege der Anlagen ist kritisch, denn die Straßen müssen regelmäßig geputzt werden, damit Staub und Dreck die Funktionalität der Solarzellen nicht einschränken. Natürlich erfordert die Umstellung der Straßen auch ein Umdenken in den Köpfen der Autofahrer, welche künftig auf Elektro-Autos setzen müssten. Im Internet werden die Gegenstimmen laut, die das Brusaw Ehepaar als die „Spinner auf Idaho“ bezeichnen. Irgendwie klingt die Vision ohne Zweifel ein Stück zu perfekt und könnte letztendlich auch daran scheitern, dass sie die gesamte Existenzgrundlage der Energiewirtschaft gefährden würde.

Erste Kunden bereits gefunden

Nichtsdestotrotz stehen die Brusaws zu ihrer Idee und wollen die Technologie bereits zum Ende des Jahres marktreif machen. In ihrem Heimatort Sandpoint ist auch bereits geplant, die Anlagen auf einem Besucherparkplatz zu installieren. Fraglich ist jedoch, ob dies nicht eher dem Zweck des Regionalmarketings dient.

Doch was ist eure Meinung zu diesem Thema? Wie realistisch schätzt ihr die Chancen der neuen Technik ein?

Wir freuen uns auf euer Feedback!

Für alle, die einen Blick auf die neue Technik werfen möchten, empfiehlt es sich, das folgende Video anzusehen, dass (nicht ganz unvoreingenommen) das Potential der Solar Roadways verdeutlicht:

Solarstraßen – Teil 3: Zukunft und Realisierbarkeit
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3 Comments

  1. Sven Haden
    21. Juni 2014 at 17:44

    Die Idee ist fantastisch, doch es wird garantiert an der Gier der Energieriesen scheitern, denn diese werden dadurch unnötig.
    Hoffentlich können Signalsysteme wie Ampeln und (fast) alle Verkehrsschilder darin aufgenommen werden. So könnte beispielsweise mit Hilfe eines Computers bei einer Kreuzung der Bereich zwischen Haltelinie und Kreuzung rot (Halt), gelb (Halt erwarten) oder grün (Fahrt) zeigen. Der enorme Vorteil davon ist sicher auch der Finanzielle, aber nichtsdestotrotz bietet sie auch mehr Sicherheit, denn: Der Blick des Fahrers ist immer auf die Straße vor ihm gerichtet und nicht auf eine Ampel seitlich davon oder viel zu weit darüber.

    Ebenso nützlich wäre eine „Dimmbarkeit“ der LED-Leuchtmittel, damit die Verkehrsteilnehmer bei Nacht nicht geblendet werden.

    In diesem Projekt steckt so wahnsinnig viel Potential! Hoffentlich scheitert es nicht wie gesagt am Finanziellen oder an den Energieriesen. Die Bevölkerung wäre wohl zum Großteil dafür, schätze ich.

  2. Jana Wendig
    22. Juni 2014 at 13:28

    Hallo Sven,

    ich stimme dir zu, das Potential hinter der neuen Technik ist wirklich enorm. Es bleibt abzuwarten, wie die Massenproduktion der Solarzellen anläuft und wie der Preis pro m² letztendlich ausfällt.

  3. Susan
    30. Juni 2014 at 10:24

    Naja der Sicherheitsaspekt ist meiner Meinung nach eher kritisch zu betrachten.

    ZITAT: So könnte beispielsweise mit Hilfe eines Computers bei einer Kreuzung der Bereich zwischen Haltelinie und Kreuzung rot (Halt), gelb (Halt erwarten) oder grün (Fahrt) zeigen.

    Mit auch nur einem Computer kann dann aber auch alles Manipuliert werden, es könnten beispielsweise Die Fahrbahnen Manipuliert werden um Stau zu verursachender eben im schlimmsten Fall Unfälle zu verursachen. Das gesamte Straßen System kann so Manipuliert werden das dann niemand mehr sein ziel erreicht.

    Ich finde das System auch echt super Klasse und es ist eine brillante Idee aber sie birgt eben auch enorme Risiken. Nichtsdestotrotz eine Geniale Idee, ein Diamant ohne Feinschliff aber mit den erreichten 2 Mille. können die beiden ja noch tüfteln.