Russland verhandelt über South-Stream-Alternative

Die Diskussion um die umstrittene South-Stream-Pipeline geht weiter. Russland verkündete am Montag, das Milliardenprojekt South Stream nicht umsetzen zu können, weil die Europäische Union „ein Hindernis geschaffen“ habe und Bulgarien sich bei weiteren geplante Bauarbeiten querstelle. Wir haben in diesem Artikel bereits berichtet. Nun sei Moskau aber bereit, über eine alternative Pipeline zu verhandeln mit ausgewählten Ländern, die am vorerst gestoppten Pipeline-Projekt beteiligt seien, berichtet der russische EU-Botschafter Wladimir Tschischow der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Alternative zum South-Stream-Projekt
Noch am selben Tag der Ankündigung, dass das South-Stream-Projekt nicht verwirklicht werde, vereinbarten Russland und die Türkei den Bau einer neuen alternativen Pipeline, die zwischen beiden Ländern durch das Schwarze Meer verläuft. „Vom türkischen Gasknotenpunkt aus könnte die Gaspipeline in alle Richtungen führen“ so Tschischows Aussagen und ist der Meinung, dass das neue Projekt nicht schlechter sein wird als die zuvor geplante South-Stream-Pipeline. Auch den bisher beteiligten Ländern stünde das neue Großprojekt zur Verfügung. Unklar bleibt noch, ob die Problemländer Ukraine und Bulgarien ebenfalls infrage kommen werden. Wladimir Tschischow bezeichnete Bulgarien als „nicht vertrauenswürdigen Partner“, aber andere EU-Mitgliedstaaten wie Österreich, Ungarn und auch Serbien werden mit großer Wahrscheinlichkeit beteiligt sein.

 

Bild: pixabay.com

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