Ölpreis in London auf Tiefstand

Am 8. September 2014 fiel der Ölpreis in London unter 100 Dollar. Das ist erstmals ein neues Tief für die englische Hauptstadt seit 14 Monaten. So günstig war Erdöl schon lange nicht mehr. Selbst in Krisenzeiten, wie sie gerade in der Ukraine, Syrien oder im Irak vorherrschen, ist seit Juni 2014 der Ölpreis in London stark runtergegangen.

Ein Barrel (159 Liter) kostete am Montagmorgen 99,76 Dollar, also 77 Euro. So fiel der Barrel-Preis um ca. 13% seit dem neunmonatigen Hoch im Juni.

Hintergrund
Anscheinend ist auf dem Markt mehr Angebot als Nachfrage vorhanden. Die Krisenländer wie beispielsweise der Irak, welche gleichzeitig wichtige Öllieferanten darstellen, haben bisher kaum Einfluss. Die in Syrien und im Irak kämpfende Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) ist bisher noch nicht im Südirak aktiv gewesen – eine Region, in der 90% Öl für den Export gefördert wird. In Russland sind die Öl-Exporte auf demselben Niveau geblieben trotz der Ukraine-Krise. Und auch Lybien produziert wieder Erdöl.

Fracking senkt den Preis
Laut Experten sind die USA weniger auf Importe angewiesen durch die Förderung von Öl im eigenen Land mit der umstrittenen Fracking-Methode. Dies führt somit auch zu einem sinkenden Rohöl-Preis in Europa. Zusätzlich macht der derzeit starke Dollar bei Käufern mit anderer Währung das Öl teurer und senkt ebenfalls die Nachfrage.

 

Bild: pixabay.com

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