Neuen Windstrom-Rekord durch Sturmtief Billie

Das kleine Sturmtief „Billie“ ist zurzeit dafür verantwortlich, dass wir viel Wind und Regen haben, anstatt vorweihnachtlichen Schnee. Am Freitagnachmittag, dem 12. Dezember 2014, überschritt „Billie“ eine Windrekordmarke. Das Stromnetz in Nord- und Ostdeutschland wurde im Überfluss mit Windenergie versorgt und stellte das deutsche Stromnetz vor großen Herausforderungen.

Spitzenleistung in 2014
Knapp 29.000 Megawatt Stromleistung auf Stundenbasis produzierten deutsche Windkraftanlagen am besagten Tag, neuer Rekord. Der bisherige Rekord vom 05.12.2013 betrug in Höhe 26.000 MW und wurde somit deutlich übertroffen. Trotz des wolkigen Wetters produzierten auch Photovoltaikanlagen bis zu 4.700 MW. Der bisherige Gesamtrekord wurde dennoch nicht geknackt, wenn man die Leistung aus Photovoltaik dazu nimmt. Wind- und Solarleistung zusammen erreichten an dem Freitag ein Maximum von 33.744 MW. Der bisherige absolute Rekord er beiden Energiequellen zur Stromerzeugung wurde am 14.04.2014 mit 37.840 MW aufgestellt. Die hohe Windstromproduktion mit der Energiemenge konnte „Billie“ in Verbindung mit dem Tief „Alexandra“, das vor Norwegen tobt, erzeugen.

Herausforderungen an das deutsche Stromnetz
Zur Sicherstellung der Netzstabilität in den Höchstspannungsleitungen mussten zum Teil konventionelle Kraftwerke heruntergefahren werden. Man hat sogar Windanlagen vom Netz nehmen müssen. Der Netzbetreiber 50Hertz berichtete, dass phasenweise allein im Netzbereich des Unternehmens die Leistung der Kraftwerke um über 5600 Megawatt gedrosselt werden musste, was einer Leistung von fünf Kernkraftwerken entspricht. Laut Tennet-TSO-Chef Urban Keussen ist dies ein Zeichen dafür, dass das deutsche Stromnetz noch weiter ausgebaut werden sollte.

 

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