Mangel an Land: Japan plant schwimmende Solarkraftwerke

Kyocera, ein japanischer Konzern, kündigt den Bau von zwei Solarkraftwerken an, die auf zwei Binnenseen schwimmen.

Hauptgrund zur Errichtung solcher schwimmenden Solarkraftwerke ist der Kostenfaktor, da die Grundstückspreise auf der Insel sehr hoch sind. Ein weiterer Grund ist aber auch der platzsparende Effekt. Außerdem sorgt das Wasser gleichzeitig für Kühlung, wodurch eine bessere Leistung erzielt werden soll als bei Anlagen, die auf Dächern montiert sind.

In Zusammenarbeit mit Frankreich
Die Solarpaneele stellt Kyocera selbst her, während die Schwimmstruktur vom französischen Hersteller Ciel et Terre geliefert wird. Das Konzept der schwimmenden Solarinseln ist in Frankreich bereits seit drei Jahren im Einsatz. Ciel et Terre hatte schon ähnliche, kleinere Anlagen im eigenen Land installiert.

Zuverlässig & kostengünstig
Ciel et Tierre wirbt mit einer zuverlässigen und kostengünstigen Technologie. Das Material soll so beschaffen sein, dass es neben einer starken UV-Strahlung sogar Wirbelstürme und Taifune aushält. Die Schwimmstruktur besteht aus einem Polyethylen mit hoher Dichte, auch genannt Hydrelio. Der Kunststoff soll vollständig recyclefähig sein.

Der Baubeginn der beiden Solarkraftwerke startet im September in Kato. Beide Werke sollen dann im April 2015 fertiggestellt und einsatzfähig sein. Die Solaranlagen leisten jeweils 1,7 und 1,2 Megawatt. Zusätzlich soll die Wasserkühlung für mehr Energieausbeute sorgen.

Platzsparende Alternative
Für Japan stellen die schwimmenden Solaranlagen durchaus eine ökologische Alternative zu den am Boden oder Dächern installierten Anlagen dar, schon aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte des Landes mit 337,08 Einwohner pro km² bei einer Inselgröße von 377.835 km² und 127,3 Millionen Einwohner (ein Vergleich zu Deutschland: 82,349 Millionen Einwohner und 231 Einwohner pro km²).

So sind die schwimmenden Solarkraftwerke vorwiegend für Länder geeignet, denen wenig Fläche zur Verfügung steht oder aber hohe Grundstückspreise haben. Andererseits sind auch Länder geeignet, die mit zahlreichen Gewässern ausgestattet sind und in einer sonnenreichen Gegend liegen. Jedoch liegt der Fokus eher auf asiatische Küsten-Metropolen, in denen selbst kaum freie Flächen für größere Solaranlagen vorhanden sind.

 

Bild: pixabay.com

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