Konjunktur leidet unter Spritpreisen

Noch immer fährt die überwältigende Menge der Fahrzeuge auf den deutschen Straßen mit fossilen Brennstoffen. Dementsprechend groß ist die Sensibilität für Preisschwankungen an der Zapfsäule, besonders wenn die Preise innerhalb kurzer Zeit so stark steigen, wie dies zurzeit der Fall ist. Inzwischen sind flächendeckend Preise von 1,70 Euro erreicht, eine Summe, die nicht nur Privatpersonen ärgert, sondern auch zum Stolperstein für die Konjunktur werden kann.

Probleme für Unternehmer
Diese Gefahr sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, denn während sich die Wirtschaft ansonsten stabil zeigt, drücken die hohen Treibstoffpreise auf die Stimmung. Spätestens, wenn die Preise für den Liter Superbenzin zwei Euro erreichen sollten, wird sich dies direkt auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Somit werden die Preise für fossile Energieträger immer mehr zum Geschäftsrisiko für viele Unternehmer. Diese Befürchtungen haben in der Politik eine neue Debatte über die Energiesteuern und die Pendlerpauschale aufkommen lassen. Während der DIHK sich für eine direkte Begrenzung Energiesteuern aussprach, wird von verschiedenen Parteien vor allem eine Erhöhung der Pendlerpauschale diskutiert.

Höhere Pendlerpauschale?
30 Cent pro Kilometer, so viel kann im Moment steuerlich geltend gemacht werden. Mitglieder der Regierungsparteien denken nun laut über eine Erhöhung um bis zu zehn Cent pro Kilometer nach, um für eine Entlastung der Autofahrer zu sorgen. Die Opposition lehnt die Möglichkeit einer Erhöhung hingegen ab, sie sieht hierin lediglich eine indirekte Subvention der Mineralölkonzerne. Auch werden Preissteigerungen durch die Erhöhung der Pendlerpauschale befürchtet. Eine Lösung kann demnach nur eine stärkere Abkehr vom Öl sein, die durch weitere Investitionen in erneuerbare Energien und neue Mobilitätstechnologien ermöglicht werden soll.

Konjunktur leidet unter Spritpreisen
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