Gymnasium zum Passivhaus umgebaut

Es sind teilweise kleine Beispiele, die das enorme Spar-Potential auch auf großer Ebene deutlich machen. Rund 40 Prozent des deutschen Energieverbrauchs fallen im Bereich der Gebäude an. Wie hier enorme Mengen an Geld gespart werden können, zeigt ein aktuelles Beispiel einer Aachener Schule.

In der nahe Aachen gelegenen Stadt Baelsweiler wurde ein Gymnasium umfangreich saniert, um fortan weniger Energie zu verbrauchen und das mit Erfolg: Während der Bedarf ursprünglich 220 kwh betrug sind es mittlerweile nur noch 15 kwh. Das entspricht einer Einsparung von 90 Prozent und macht sich auch im Preis bemerkbar. Das Gymnasium spart jährlich rund 150.000 Euro an Heizkosten.
Um dieses erstaunliche Ergebnis zu erreichen wurden die Außenwände mit einer 30 cm dicken Schicht Mineralwolle verkleidet und auch Dach und Keller erhielten eine ordentliche Dämmung. Die Fenster sollen künftig nicht mehr geöffnet werden, denn alle Räume werden zwangsbelüftet und die alte Luft mit kalter Frischluft vermischt. Dadurch können bereits 50 Prozent des Heizbedarfs gespart werden. Die restliche Wärme liefert im Winter eine Wärmepumpe. Um Wasser zu erhitzen, z.B. in den Duschen der Turnhalle wurden auf dem Dach Solarkollektoren angebracht. Dimmer regeln das Licht entsprechend der Helligkeit in den Unterrichtsräumen, Bewegungsmelder sorgen dafür, dass die ungenutzt das Licht brennt.

Die Kosten für die Sanierung betrugen insgesamt zwölf Millionen Euro, wovon 4,9 Millionen vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen übernommen wurden.

Gymnasium zum Passivhaus umgebaut
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