EU-Bericht: Günstigste Form der Stromerzeugung ist die Windkraft

Der bisherige Energiekommissar Günther Oettinger wird bald für die EU-Internetpolitik zuständig sein. Fest steht, dass Kritik auf beiden Positionen nicht ausbleibt. Jedoch wird diese nicht so enorm wie in seinem alten Job sein, in dem kein Tag verging ohne Vorwürfe von sämtlichen Umweltschutzverbänden und Ökostrom-Lobbyisten. Die letzte Aktion Oettingers im Energiebereich war der Bericht über die Subventionen und Kosten für die einzelnen Energieträger in Europa, der vom Beratungsunternehmen Ecofys erstellt und hier bereits erwähnt wurde.

Eindeutige Ergebnisse
In dem Zeitraum von 2008 bis 2012 erhielt der Ökostrom-Bereich mehr Subventionen in der EU als die traditionellen Energieträger Kohle- und Atomkraft. Interessant ist vor allem, dass die erneuerbaren Energien im Jahre 2012 mit 41 Milliarden Euro am meisten von den EU-Subventionen profitierten. Bei der Betrachtung einzelner Energieträger liegt der Bereich der Sonnenenergie vorne, gefolgt von Windkraft und Kohle. Die größte Unterstützung im Energiesektor bekommt Deutschland, gemessen an der Stromproduktion. Das liegt daran, dass deutsche Verbraucher etwa 24 Milliarden Euro pro Jahr an die Stromversorger zahlen, die die Einnahmen unter anderem an Eigentümer von Ökostromanlagen weiterreichen oder ausgefallene Einnahmen durch Industrierabatte ausgleichen. Auch bei den externen Kosten sind nennenswerte Zahlen entstanden. Dazu zählen zum Beispiel die Gesundheitsschäden, die durch Schadstoffe aus Kohlekraftwerken entstehen oder weitere Schäden durch den künftigen Klimawandel. 2012 lagen die externen Kosten der Energieerzeugung in Europa bei rund 200 Milliarden Euro.

 

Quelle: WiWo Green
Bild: pixabay.com

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