Bundesland voller Seen und Flüsse – kaum Wasserkraftnutzung

Das Bundesland mit der größten Dichte an Gewässern – Brandenburg – setzt bei der Energiestrategie 2030 kaum auf Wasserkraft. Der Anteil der Wasserkraftnutzung an der geplanten Energiewende wird nur sehr gering ausfallen, da das geografische Profil sowie die Fließgeschwindigkeiten der Flüsse Brandenburgs hierfür sehr ungeeignet sind.

Die Nutzung von Wasserkraft sei in der Energiestrategie 2030 nicht einmal gesondert ausgewiesen, sondern unter „sonstige erneuerbare Energien“ eingeordnet. Voraussichtlich wird der Anteil der Wasserkraft lediglich 0,2 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus den erneuerbaren Energien betragen.

Ralf Christoffers, Wirtschaftsminister Brandenburgs, schrieb der Wasserkraft im noch im Juni eine deutlich höhere Bedeutung zu. Nun gab er schriftlich bekannt, dass der Landesregierung Brandenburgs keine Forschungseinrichtungen im eigenen Land bekannt seien, die sich mit Forschungsprojekten hinsichtlich der Nutzbarmachung von Wasserkraft beschäftigen würden.

Die 2012 verabschiedete Energiestrategie 2030 sieht eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 23 Prozent vor. Der Anteil der erneuerbaren Energien soll bis dahin 40 Prozent erreichen. Die Nutzung von Braunkohle als „Brückentechnologie“ ist sehr umstritten – die Landesregierung stimmte beispielsweise für eine Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd.

 

Bild: pixabay.com

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