Bündnis “Freier Horizont“ gegen Windkraft-Ausbau in Mecklenburg-Vorpommern

Am vergangenen Wochenende wurde in der Nähe von Stavenhagen das Bündnis „Freier Horizont“ gegründet. Es handelt sich um einen landesweiten Widerstand, um intakte Naturräume vor dem Windkraftausbau im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns (MV) zu schützen. Für dieses Vorhaben wurde eine sogenannte Ivenacker Erklärung verabschiedet. Dabei waren Vertreter von mehr als 40 Bürgerinitiativen aus MV.

Windkraft schlecht fürs Image
In erster Linie wird ein sofortiger Stopp des Windenergieausbaus in MV gefordert. Die steigende Zahl von Windrädern zerstöre das Nutur-Image des Bundeslandes, das mit seinen unverbauten Landschaften als „Land der Weite“ gilt. So heißt es in der Ivenacker Erklärung: „Wir fordern daher von unserer Landesregierung ein unverzügliches Aussetzen des Windkraftausbaus in Mecklenburg-Vorpommern.“ Außerdem möchten die Vertreter, dass MV weiterhin „ein Land zum Leben“ bleibt und nicht „eines zum Auswandern!“ Konkreter wird das Bündnis dann bei der Vorstellung ihres Programms auf ihrer Homepage. So verlangt die Vereinigung zum Beispiel größere Abstände der Windkraftanlagen zu Wohnsiedlungen und anderen Landschaften sowie Naturräumen. Auch finden die Mitglieder, dass betroffene Bürger und Kommunen nicht genügend beteiligt sind bei der Planung von Windkraftanalgen und wollen ein Vetorecht gegen die Zuteilung von Windeignungsflächen.

Die Beteiligten
Das Bündnis „Freier Horizont“ wurde in fünf Regionalverbände gegliedert, zusammengesetzt aus vier Planungsregionen der regionalen Raumordnung und einem Regionalverband der Ostseeküste. Vorsitzender ist Norbert Schumacher, Tierarzt aus Prenzlin. Der Widerstand sei prinzipiell nicht gegen Windenergie aber es wären jetzt bestimmte Maßnahmen notwendig, da sich ganze Landstriche zu „Horrorlandschaften“ entwickelt hätten, so die Meinungen aus dem Widerstand, worunter auch der ehemalige FDP-Fraktionschef des Landtages Michael Roolf, vertreten ist.

Das Beteiligungsverfahren zur Landesraumentwicklungsplanung ist in seiner ersten Stufe bereits abgeschlossen, so das Energieministerium. Weitere Stellungnahmen sind noch in der Auswertung.

 

Bild: pixabay.com

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