Benefits für diejenigen, die energetisch sanieren

energetisch sanieren

Abbildung 1: Wer sich im Zuge eines Umbaus für eine Dämmung entscheidet, kann nicht nur später Heizkosten sparen, sondern hat auch die Möglichkeit, einen Ökokredit aufzunehmen.

Wer sich um die Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen kümmert, der tut dies meist aus innerer Überzeugung und mit wachem Verstand. Lange Zeit bedeutete der wache Umgang mit der Umwelt aber auch, dass dies ein gehöriges Minusgeschäft war. Die EthikBank wendet diesen Ansatz um 180 Grad und belohnt diejenigen, die auf energetische Sanierungen setzen. Was dies in der Praxis bedeutet, verrät dieser Beitrag.

Was bringt die energetische Sanierung von Wohnhäusern?

Wer heute für die Sanierung von Wohnhäusern werben möchte, der braucht sich nicht mehr der inhaltsleeren Floskel zu bedienen, dass eine energetische Sanierung Geld spare. Fakten sind gefragt und diese können auch durchaus geliefert werden. Der Heizöl-Literpreis ist in den letzten zehn Jahren von 35 Cent auf 95 Cent angestiegen. An dieser Stelle könnte eine energetische Sanierung sich gleich doppelt lohnen: Wer Dach und Fassade dämmt und neue Fenster einbaut, der senkt den Verbrauch grundsätzlich. Wer dann noch eine Wärmepumpe nachrüstet, kann zudem aktiv Kosten sparen.

Welche Möglichkeiten der Sanierung gibt es?

Es gibt zwei Ansatzpunkte für eine energetische Sanierung:

  • Die Hülle. Damit sind das Dach, die Fassade und die Fenster gemeint. Wer auch dreifach verglaste Fenster setzt, die Fassade und das Dach dämmt, der kann Energie einsparen. Das Einsparpotential liegt hier zwischen zehn und 20 Prozent.
  • Die Heizung. Wer auf eine neue, moderne Form der Heizung setzt, hat erhebliches Sparpotential im Gegensatz zu alten Geräten. Auch hier können zehn bis 20 Prozent an Kosten gespart werden.

Die Kehrseite der Medaille sind natürlich die Kosten, die sich zwischen 500 Euro und 20.000 Euro belaufen können. Zum Vergleich: Ein einzelnes Fenster gibt es unter 1000 Euro, eine komplette Dachdämmung jedoch würde sicherlich mit 20.000 Euro zu Buche schlagen.

An welchem Punkt setzt die EthikBank an?

Die EthikBank speist diejenigen, die sich um die Umwelt bemühen und kümmern möchten, nicht etwa mit einem bloßen Dankeschön ab. Sie hält mit dem sogenannten Energiekredit ein Finanzierungsmodell bereit, das bei einer Reihe von Maßnahmen eingesetzt werden kann. Verwendet werden kann der günstige Kredit dann, wenn die Maßnahme der energetischen Sanierung dient, wie die folgende Aufstellung zeigt.

  • Nutzung erneuerbarer Energien: Photovoltaik, Solarthermie, BHKW, Biomasse-Anlagen, Erd-/Luftwärme, Wärmerückgewinnung
  • Schutz baulicher/kultureller Werte: Denkmalschutz, Erhalt der Gebäudesubstanz
  • CO2-Reduzierung: Umstellung alter Heizungsanlagen, Wärmedämmung, Wärmeschutzverglasung, Gas-/Öl-Zentralheizung, Fernwärmeanschluss
  • Ökologischer Innenausbau: Wintergarten, Kamin/Holzofen, Feng-Shui-Konzept
  • Ökologische Außengestaltung: Fassaden-/Dachbegrünung, Naturgarten
  • Weitere ökologische Projekte: Regenwasser-Nutzung, Bio-Kläranlage, Schallschutz, Elektro-/Hybrid-Fahrzeug-Neuanschaffung (oder Umrüstung), barrierefreie Wohnkonzepte, Bildung

Die EthikBank setzt damit inhaltlich am Punkt der Nachhaltigkeit an und bleibt den transparenten Richtlinien treu. Bonusprogramme können aber auch regional angeboten werden. Die Stadt Karlsruhe belohnt beispielsweise die energetische Sanierung ihrer Bürger. Binnen fünf Jahren wurden so Maßnahmen an 400 Gebäuden und 1200 Wohnungen bezuschusst. Experten raten dazu, Bonusprogramme und günstige Darlehen gekonnt zu kombinieren.

Gibt es Best-Practice-Beispiele für energetische Sanierungen?

Seitens der dena heißt es: „Um Lösungen für bestimmte Branchen und Gebäudetypen bekannt zu machen, realisiert die dena zudem Modellvorhaben, die zur Nachahmung anregen sollen. Denn anhand von Best-Practice-Beispielen können Interessierte am konkreten Fall nachvollziehen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen. Im Modellvorhaben Effizienzhäuser hat die dena seit 2011 die energetische Sanierung von rund 400 Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern begleitet.“

In der Rubrik „Bauherren berichten“ finden sich Praxisbeispiele, die in Wort und Bild zeigen, wie ein Siedlerhaus in Hamburg aus den 50er-Jahren energetisch saniert und dabei noch erheblich modernisiert wurde. Auch in Berlin ist ein Zweifamilienhaus aus den 60er Jahren entsprechend saniert worden. Und sogar ein in München stehendes Gründerzeit-Wohnhaus aus dem Jahr 1890 wurde erfolgreich saniert.

 

Abbildung 1: pixabay.com © MichaelaThiede (CC0 Public Domain)

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