Bard Offshore 1 läuft immer noch nicht

Der größte deutsche Meereswindpark „Bard Offshore 1“ ist seit Monaten lahmgelegt und liefert keinen Strom ans Festland.

Ein Auslöser führte zu weiteren Problemen
Der 100 Kilometer vor der Nordseeküste liegende Windpark hatte Anfang des Jahres einen Schwelbrand und beschädigte eine wichtige zentrale Anlage. Es folgten weitere Probleme mit Überspannungen des Kabelnetzes, welche dann zur Abschaltung führten. Im August sollte die Suche nach Fehlern abgeschlossen sein. Leider kam man mit den Analysen immer noch nicht weiter.

Die Ursache ist unklar
Die genaue Ursache der Systemabschaltungen ist nicht bekannt und wird von Tennet sowie dem Betreiber Ocean Breeze und dem Elektronikkonzern ABB seit Wochen von einer Task Force geprüft. Nun lautet die Devise abzuwarten bis Klarheit geschaffen wird. Fest steht, dass Oberschwingungen zu Schwankungen im Netz geführt haben, was einen Filter an der Umspannstation Borwin 1 von Tennet überlastete. Umspannstationen sind die Kernstücke von Offshore-Windkraftanlagen. Die von den Windrädern erzeugte Wechselspannung wird in Gleichstrom umgewandelt und dann über Seekabel zum Festland geleitet.

Erst Ende September werden die Reparaturen wohl abgeschlossen sein und eine Wiederinbetriebnahme aufgenommen, so der Netzbetreiber Tennet.

Reparaturkosten
Ein weiteres Problem stellen die Kosten der Reparatur dar und wer für den Schaden aufkommt. Gemäß dem Energiewirtschaftsgesetz gibt es einen Schadensersatz für Windparkbetreiber, der durch den Ausfall entstanden ist. Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten auf ungefähr zwei Millionen Euro pro Tag, die am Ende womöglich der Steuerzahler trägt. Ausnahme stellen Schäden dar, die der Betreiber selbst verursacht hat. Laut Ocean Breeze existieren dafür aber noch nicht genügend Hinweise.

 

Bild: pixabay.com

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