Amazon baut eigenen Windpark

Ein globales Unternehmen wie Amazon lässt auch der öffentliche Druck nicht kalt. Das Unternehmen wurde scharf kritisiert hinsichtlich seiner Klimabilanz, die von der Umweltschutzorganisation Greenpeace bei diversen Online-Unternehmen durchgeführt wurde. Amazon hat seine Energie bisher traditionell mit Kohle bezogen. Zudem habe das Unternehmen keine klar definierten Klimaschutzziele sowie kaum Transparenz. Die Reaktion des Konzerns folgte daraufhin recht schnell: Laut Treehugger will Amazon eine langfristige, nachhaltige Energieversorgung aufbauen und dazu mit dem Bau eines eigenen Windparks in Indiana beginnen.

46.000 Haushalten sollen versorgt werden
Der Betrieb des Windparks wird unter dem Namen „Amazon Web Services Wind Farm“ laufen und sieht eine Stromproduktion von 500.000 Megawattstunden vor. Umgerechnet sollen damit 46.000 Haushalte versorgt werden. Anfang 2016 soll der Windpark Amazon mit sauber erzeugter Energie versorgen. Bei Amazon Web Services wird dabei nicht das übliche Versandgeschäft betrieben, sondern wird im Webhosting und Cloud-Geschäft aktiv sein. Die Konzernsparte betreibt eine Vielzahl an Servern, die einen hohen Energiebedarf haben. Im übertragenen Sinne wird somit sogar das Internet umweltfreundlicher.

Immer noch im Visier der Umweltverbände
Auch wenn Amazon endlich so einen „grünen“ Schritt wagt und sich selbst verpflichtet in Zukunft auf alternative Energiequellen zu setzen, haben Umweltorganisationen das Unternehmen immer noch auf ihrer „schwarzen Liste“. Es fehlt vor allem an Transparenz und konkrete Zeitpläne meinen die Umweltschützer. Außer dem Windpark ist eine weitere Planung in diese Richtung nämlich noch nicht bekannt. Man vermutet, dass sich Amazon bewusst zurückhält, um erneuter Kritik bei ausbleibendem Fortschritt zu ersparen.

 

Bild: pixabay.com

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