Was ist Ölschiefer?

Als Ölschiefer bezeichnet man Gesteine, in denen schwerflüchtige Öle oder Bitumen enthalten ist. Dieser Anteil kann von 10 Prozent bis zu 30 Prozent reichen und ist häufig maßgeblich für die Färbung des Gesteins. Anders als herkömmlicher Schiefer, entsteht Ölschiefer jedoch aus abgestobenem Plankton. Es handelt sich daher eher um Sedimentgesteine, als um Schiefersteine. Auf Grund der optischen Erscheinung wurde dennoch die Bezeichnung „Ölschiefer“ gewählt.

Wo kommt Ölschiefer vor?
Ölschiefer gibt es auf der ganzen Welt. Die Vorkommen werden auf mehr als 6000 Tonnen geschätzt. Eine der größten Lagerstätten befindet sich in den USA und hat eine Größe von mehr 65.000 km². Auch in Deutschland gibt es Ölschiefer, z.B. im Südosten Niedersachsens, wo ca. 2 Mrd. Tonnen lagern. Der Ölgehalt beträgt hier jedoch nur 10 Prozent.

Wozu wird Ölschiefer verwendet?
Grundsätzlich liegt die Vermutung nahe, dass Öl aus dem Ölschiefer gewonnen werden könne. Dies ist zwar möglich, doch die gewonnene Menge an Öl steht in keinem Verhältnis zum benötigten Ölschiefer. Effizienter ist es, den Ölschiefer selbst zu verbrennen. Auch dies hat sich noch nicht durchgesetzt. Bisher gibt es nur ein Kraftwerk, dass mit Ölschiefer befeuert wird. Auch die Gewinnung von Erdöl als Treibstoff konnte bisher nicht wirtschaftlich und ökonomisch umgesetzt werden.

 

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